DAS
21. JAHRHUNDERT
Wir
Menschen…
…sind einerseits weit gekommen - aber andererseits auch weit
zurückgeblieben:
Wir haben phantastische materielle Werte entwickelt - aber an
Mitmenschlichkeit verloren,
wir sind besitzreich - aber gefühlsarm,
wir haben größere Gebäude - aber kleinere
Herzen,
wir haben weite Autobahnen und Straßen - aber eingeengte
Standpunkte
wir besitzen mehr - aber haben weniger
wir kaufen mehr - und genießen weniger.
Wir haben größere Wohnungen - aber kleinere Familien,
mehr Bequemlichkeiten - aber weniger Zeit.
Wir haben mehr Titel - aber weniger Vernunft,
mehr Wissen - aber weniger Urteilsvermögen,
mehr Experten - aber mehr Probleme,
bessere Gesundheitsvorsorge - aber weniger Wohlbefinden.
Wir konsumieren gedankenlos - und wir lachen zu wenig,
wir fahren zu schnell - und werden zu schnell ärgerlich.
Wir gehen zu spät in's Bett - und stehen zu müde auf,
wir lesen zu selten - und konsumieren zu viel Fernsehen.
Wir beten zu selten.
Wir haben unseren Besitz vervielfacht - und unsere Werte reduziert.
Wir reden zu viel - und lügen zu oft
Wir lieben zu wenig - und streiten zu oft.
Wir erarbeiten unseren Lebensunterhalt - aber wir wissen nicht zu leben
Wir haben Jahre zu unseren Leben hinzuaddiert - und nicht Leben zu
unseren Jahren!
Wir haben mehr Computer - und wir erhalten mehr Informationen
wir produzieren mehr Gedrucktes - aber haben weniger
zwischenmenschliche Kommunikation.
Wir haben an Quantität gewonnen - aber an Qualitaet verloren!
Wir sind zum Mond gereist und zurück -
aber haben Probleme, die Straße zu überqueren um
unseren
Nachbarn zu besuchen.
Wir haben die Weite des Weltalls gefunden - aber unser
persönliches Inneres verloren.
Wir haben große Dinge getan - aber keine besseren Dinge.
Wir entsorgen unsere Umwelt - aber verschmutzen unsere Seelen
Wir haben das Atom gespalten - aber unsere Vorurteile behalten.
Wir lesen mehr - aber lernen weniger,
Wir planen mehr - aber kreieren weniger.
Wir haben mehr Freizeit - aber weniger Spaß
Wir haben mehr Urlaub - aber weniger Erholung
Wir haben unser Leben auf Eile aufgebaut - und das Warten verlernt.
Wir haben größere Einkommen - aber geringere Moral.
Mehr Nahrungsmittel - aber weniger Sättigung,
Mehr Bekannte - aber weniger Freunde,
Mehr Aktivitäten - aber weniger Befriedigung
Dies sind Zeiten des "Fast-Food" - und schlechter Verdauung
mannigfaltiger Arten an Nahrungsmitteln - aber weniger
Nährwerte
Die Menschen wachsen größer - die Charaktere
schrumpfen
kleiner.
Wir erzielen steigende Gewinne - aber akzeptieren schwindende
Beziehungen
Dies sind Zeiten des "Weltfriedens" - aber lokaler Kriege.
Wir beschwoeren den Frieden - aber bauen immer mehr schreckliche Waffen.
Wir spenden weltweit fuer wohltätige Zwecke - und lassen den
Nachbarn verkümmern
Dies sind Zeiten von zwei Einkommen - und ansteigender Ehescheidungen,
von Kindern, die alles haben - nur kein Elternhaus mit
Nestwärme
von hochglanzpolierten Menschen - und abgestumpften Familien.
Dies sind Zeiten…
des schnellen Geldes ohne es zu verdienen.
der schnellen Reisen ohne Ziele
des schnellen Sexes ohne innere Beziehung
der schnellen Wegwerfwindeln ohne liebevolle Säuberung
des schnellen Essens ohne Genuß
der uebergewichtigen Körper
des gedankenlosen Konsums von Pillen und Kapseln,
die alles zu heilen versprechen…
von Kopfschmerzen bis zum Übergewicht,
vom Herzinfarkt bis zur Lungenentzündung,
von der Geschlechtskrankheit bis zur
Empfängnisverhütung,
von der Potenzschwäche bis zur sexuellen Extase.
Wir leben in einer Zeit,
in der zu viel im "Schaufenster" gezeigt wird
und fast nichts im "Lager" ist.
Liebe Mitmenschen,
ich wünschte, wir würden weniger im "Schaufenster"
ausstellen
und dafür viel mehr "im inneren Lager" bereithalten.
- veröffentlicht mit freundlicher Genehmigung des Autors: Willy Meurer, Member of Human Race (M.H.R.) -